Es gibt diese Namen, die tauchen in der Blogosphäre immer wieder auf. So lange, bis man sie nicht mehr ignorieren kann und quasi aus angestauter Neugierde lesen muss.

Anna Zimt (Jahrgang 1985) ist solch ein Fall. Instagram sei Dank hatte ich sie schon vor der Lektüre ihres Buches „Leck mich!“ (mgv Verlag) mit dem Thema offene Ehe verknüpft. Ich war gespannt darauf, wie sie „lernte zu bekommen, was sie will: im Bett, in der Liebe und im Leben“. Letztlich überzeugte mich eine Freundin zum Kauf ihres zweiten Buchs.

Taugt es denn, sprachlich wie konzeptionell? Erfährt der*die Leser*in, wie eine offene Beziehung im eigenen Alltag funktionieren kann? Oder bekommen wir die x-te Essayreihe einer durchschnittlichen, weißen Frau zu lesen, die sich – wie schon viele, viele vor ihr – auch mal anderweitig „ausprobieren“ möchten? Zeit für einen Abriss!